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Projekte 2019

„Die Droys“

Projektträger: Förderverein Schloss Droyßig e.V.

Kurzbeschreibung:   Die Kunstfigur „Die Droys“, welche von einem zentralen Platz über den gesamten Ort verteilt werden, sind Fabeltiere die die aktuellen Probleme unserer Zeit aufgreifen und sich mit der Geschichte der Stadt Droyßig auseinandersetzen. Sie setzen somit ein klares Statement gegen Rechtspopulismus und für Toleranz. Die Geschichte der Droys richtet sich gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen ein gestörtes Heimatverständnis und spricht sich für ein friedliches Miteinander aller Völker sowie für eine Vielfalt des menschlichen Seins aus. Der pädagogische Ansatz verfolgt das Ziel, eine stärkere Identifikation der Bürgerinnen und Bürger des Ortes Droyßig zu erreichen.

Bis Ende des Jahres 2019 erstellt der Verein Werbeartikel um auf die Droys aufmerksam zu machen. Wer Lust hat an dem Projekt im Jahr 2020 mitzuwirken kann sich melden!

 

„Rebels for Peace – Parade der Kinderwagen“

Projektträger: „Upsala“ – Internationaler Zirkusaustausch für Kinder und Jugendliche e.V.

Kurzbeschreibung: Im Juli findet das drei-wöchige Kreativ-Sommercamp „Rebels for Peace – Parade der Kinderwagen“ für Kinder und Jugendliche aus Russland, Deutschland sowie junge Geflüchtete aus Syrien und Afghanistan statt. Bei der gemeinsamen Arbeit in mehreren Workshops werden kulturelle und religiöse Vorbehalte und Stereotypen überwunden und dabei ein eigenständiges künstlerisches Produkt geschaffen. Inhaltlich sollen die Themen „Wo ist mein Zuhause“, „Wir und die Anderen“ und „Krieg und Frieden“ untersucht werden. Als ein Symbol für die Stadt Zeitz und für ein friedliches Miteinander zieht sich das Thema „Kinderwagen“ wie ein roter Faden durch die Workshops, öffentlichen Auftritte und das Abschlussfestival.

 

„KulturGut!?“

Projektträger: Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa e.V.

Kurzbeschreibung: Anfang Mai setzt sich die kulturelle Veranstaltungsreihe mit Demokratie, Migration und Fremdenfeindlichkeit auseinander. Die Künstlerin Eva Leitolf stellt ihre Publikation „Postcards from Europe“ vor. Der Künstler Sebastian Jung entwickelt vor Ort zum Thema „Kulturgut Abendland“ künstlerische Arbeiten und stellt diese anschließend aus. Die Fotografin Paula Markert präsentiert ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex sowie Rechtsradikaler Strukturen und Tendenzen in Deutschland. Beendet wird die Ausstellung im Rahmen einer Finissage. Der Kabarettist Meigl Hoffmann wird mit seinem politischen Kabarett namens „Mona Lisa“ anwesend sein. Im Rahmen eines Familienfestes wird eine Fahrradkinoveranstaltung initiiert, um das Thema Flucht und Migration sowie die Situation an den EU-Außengrenzen in den Fokus zu rücken.

 

Was untescheidet Kindheit früher und heute?

Projektträger: Jugendclub Freyburg (Internationaler Bund Mitte gGmbH)

Kurzbeschreibung: Kinder der Grund- und Sekundarschule Freyburg setzen sich in diesem Projekt an Beispielen von Erzählungen, alten Fotografien und Zeitzeugenaussagen, mit den Unterschieden zwischen Kindheit früher und heute auseinander. Anhand der UN-Kinderrechte werden die Pflichten, Freizeitmöglichkeiten sowie die Einbindung in familiäre Aufgaben („Wohnsituation“) verglichen. Die inhaltlichen Schwerpunkte werden auf kreative Art medienpädagogisch und mediengestalterisch umgesetzt. Es wird eine Film über die geführten Interviews und ein Kalender für 2020 entstehen. Die Ergebnisse werden Ende Juni im Jugendclub Freyburg der Öffentlichkeit präsentiert.

 

„INTEX – Inszenierung eines Industriegebäudes in Weißenfels“

Projektträger: Eisenbahntheater „Das Letzte Kleinod“

Kurzbeschreibung: Gemeinsam mit dem Naumburger Theater gibt das Projekt im leerstehenden Gebäude der INTEX Weißenfels einen Teil seiner Geschichten zurück. Bürgerinnen und Bürger der Stadt gehen mit Künstlerinnen und Künstlern auf Spurensuche an einem Ort, der immer noch vom Zweiten Weltkrieg, dem DDR-Regime und der Flucht in den Westen geprägt ist. Was ist hier eigentlich passiert? Welche Geschichten erzählen die Älteren? Welche dieser Erfahrungen haben die Neubürgerinnen und Neubürger aus dem Sudan, Afghanistan und dem Iran in ihrer Heimat ähnlich erlebt? Was ging nach der Wende schief, warum ziehen junge Leute weg? Wie kann hier eine lebenswerte Zukunft aussehen?

Mehrere Wochen (Ende März bis Ende Mai) wird der Zug des Eisenbahntheaters „Das Letzte Kleinod“ hier als Basis des Theaterprojektes am alten Güterbahnhof abgestellt. Er besteht aus elf eigenen Eisenbahnwaggons, die für die Realisation von Theaterprojekten im öffentlichen Raum eingerichtet sind. Der Zug wird auch als Nachbarschaftstreff, Zeitzeugencafé und Kantine für die Beteiligten eingesetzt. Außerdem ist er auch Startpunkt für die theatrale Prozession, die sich während der Aufführungsreihe durch zahlreiche Spielorte im Inneren des INTEX schlängelt, vorbei an Geschichten dieses Ortes. Neben dem Ensemble spielen Ortsansässige und Geflüchteten aus den Krisenherden der Welt mit.